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Audi erwartet bessere Geschäfte im Weihnachtsquartal



30. Oktober 2009, 13:17 CET

Der Autobauer Audi schlägt anders als die Konzernmutter Volkswagen zum Jahresende ausgesprochen optimistische Töne an.

Im Schlussquartal werde das operative Ergebnis über dem des abgelaufenen Vierteljahres liegen, teilte das Ingolstädter Unternehmen am Freitag mit. "Dank der erfreulichen Entwicklung im laufenden Geschäftsjahr rechnet der Audi-Konzern weiterhin fest mit einem deutlich positiven operativen Ergebnis für das Gesamtjahr 2009".

Den Tiefpunkt der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise, die auch die Autobranche hart getroffen hat, sieht Audi überwunden. Vor allem Auslandsmärkte wie China entwickelten sich sehr gut, so dass Audi sein früheres Absatzziel von 900.000 Autos im laufenden Jahr übertreffen werde. Einen Absatzknick durch das Ende der deutschen Abwrackprämie, wie ihn etwa VW befürchtet, erwartet Audi nicht. VW hatte dank seiner zahlreichen Kleinwagen mit am stärksten von der staatlichen Förderung profitiert. Bei Audi mit seinen teureren Modellen ist einem Sprecher zufolge seit Jahresbeginn der Verkauf von gerade einmal 30.000 Autos auf die Abwrackprämie zurückzuführen.

Insgesamt stand bei Audi nach neun Monaten ein operativer Gewinn von knapp 1,2 Milliarden Euro zu Buche. Im Vergleich mit seinen beiden Rivalen Mercedes-Benz und BMW schnitten die Ingolstädter im bisherigen Jahresverlauf besser ab. Die Daimler-Pkw-Sparte hatte sich erst im dritten Quartal wieder in die Gewinnzone gekämpft, BMW schrieb in seiner Autosparte im ersten Halbjahr Verlust. Die Quartalszahlen des Münchner Autobauers werden am kommenden Dienstag erwartet.

Im dritten Quartal schwächelte Audi allerdings: Das Betriebsergebnis brach um mehr als die Hälfte ein auf 348 Millionen Euro. Finanzchef Axel Strotbeck führte dies weniger auf Absatzprobleme zurück, sondern auf die Anlaufkosten für den Produktionsstart des Kleinwagens A1 und der überarbeiteten Luxuslimousine A8. Zudem habe Audi seine Bänder im August drei Wochen stillstehen lassen.

An ihren Investitionsplänen wollen die Ingolstädter unverändert festhalten. So soll bereits 2012 eine erste Kleinserie des rein elektrisch betriebenen Sportwagens "e-tron" kommen. Dafür sowie für die Produktion herkömmlicher Modelle und für ein Getriebe- und ein Emissionszentrum werde das Unternehmen bis 2010 rund 1,9 Milliarden Euro an seinen deutschen Standorten investieren.

Zuletzt liefen vor allem die großen und teuren Spritschlucker der VW-Tochter schlecht. So schrumpfte etwa in den ersten neun Monaten der Absatz des Sportwagens R8 um 40 Prozent, die Verkaufszahlen des wuchtigen Geländewagens Q7 halbierten sich nahezu.

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