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MAN bremst Abwärtstrend - Belebung noch nicht in Sicht



29. Oktober 2009, 14:36 CET

Für den Maschinenbau- und Nutzfahrzeugkonzern MAN kommt die Talfahrt zu einem Ende.


man samuelsson munich reuters
MAN Chief Executice Officer Hakan Samuelsson poses before shareholder' meeting in Munich April 3, 2009. Photo: Reuters

Im nächsten Jahr sollen sich Umsatz und Ergebnis auf dem Niveau von 2009 stabilisieren, stellt Vorstandschef Hakan Samuelsson in Aussicht. Gestützt wird das Münchner Unternehmen von dem - von seinem Großaktionär Volkswagen übernommenen - Lkw-Geschäft in Lateinamerika und einem dicken Auftragspolster in den Sparten Diesel und Turbomaschinen. Außerdem hilft der strikte Sparkurs. Weiteren Personalabbau hält das Management nicht für nötig. Die Einbußen im vergangenen Quartal fielen geringer aus als von Analysten erwartet.

An der Börse sorgte MAN am Donnerstag für Erleichterung unter den Anlegern. Die Aktie zählte mit einem Kursplus von 3,6 Prozent zu den größten Dax-Gewinnern.

Ein Aufwärtstrend zeichnet sich nach Auffassung des Vorstands allerdings noch nicht ab, die Signale stehen vielmehr auf Stagnation. Die Wirtschaftskrise trifft den Konzern mit Verzögerung doppelt. Während MAN im Lkw-Geschäft den Boden bereits erreicht sieht, dürften die Maschinen-Sparten die schwache Nachfrage aus der Industrie erst noch richtig zu spüren bekommen. "Für MAN Nutzfahrzeuge erwarten wir eine Fortsetzung des Geschäfts auf dem derzeitigen Niveau", teilte das Unternehmen mit. In den Monaten Juli bis September wurden gut 11.000 Neufahrzeuge verkauft, weniger als die Hälfte als vor Jahresfrist. Die Segmente Diesel und Turbo müssten wegen der Wirtschaftskrise künftig zwar mit weniger Neuaufträgen rechnen, die bestehenden Orders versprächen aber weiterhin hohe Renditen, kündigte MAN an.

MAN SPART MEHR ALS GEPLANT - KEIN JOBABBAU IM VISIER

Im dritten Quartal schrumpften Auftragseingang und Umsatz um je 14 Prozent auf 2,66 Milliarden beziehungsweise 3,1 Milliarden Euro. Halt gab das Auslandgeschäft, wo das Minus lediglich sieben Prozent betrug. In Deutschland hingegen brachen die Erlöse um ein Drittel ein. Der operative Gewinn ging im Konzern um gut zwei Drittel auf 134 Millionen Euro zurück. Diese Ergebnisse lagen über den Prognosen von Branchenexperten. Im laufenden Schlussvierteljahr werden die Zahlen in etwa so ausfallen wie in den vergangenen Quartalen, kündigte Samuelsson in einer Telefonkonferenz an.

Mit seinen Sparplänen komme MAN besser voran als geplant, sagte Finanzchef Karlheinz Hornung. Nach den ersten drei Quartalen habe der Konzern bereits 500 Millionen Euro eingespart, im Gesamtjahr sollen es 700 Millionen sein. Nach dem Abbau der Leiharbeitsplätze seien nun keine weiteren Stellenstreichungen geplant, sagte Samuelsson. MAN werde sich aber Kurzarbeit bis in den Herbst des kommenden Jahres offenhalten.

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