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BASF rechnet mit langsamer Geschäftserholung



29. Oktober 2009, 13:50 CET

Der Chemieriese BASF stellt sich auf eine allmähliche Geschäftsbelebung ein.


basf reuters basel
A cyclist rides his bike past the entrance of the BASF plant and former Ciba production site in Schweizerhalle near Basel July 7, 2009. Photo: Reuters

"In den vergangenen Monaten hat sich unser Geschäft auf niedrigem Niveau stabilisiert", erklärte Konzernchef Jürgen Hambrecht am Donnerstag im Zwischenbericht zum dritten Quartal. Es spreche einiges dafür, dass BASF das Schlimmste hinter sich habe. Die Erholung werde aber langsam und unstetig verlaufen. "Nach einer rasanten Abwärtsfahrt steigen wir jetzt mühsam aus dem Rezessionstal", sagte Hambrecht. Für das Gesamtjahr 2009 erwartet der Konzern noch einen starken Umsatz- und Ergebniseinbruch.

DIVIDENDE IN GEFAHR

Auch die Kapitalkosten werde der Konzern voraussichtlich nicht verdienen. An diese Bedingung knüpft BASF aber die Zahlung einer stabilen Dividende. Für 2008 hatten die Anteilseigner noch 1,95 Euro je Aktie erhalten.

Im dritten Quartal kam BASF auf einen Nettogewinn von 237 Millionen Euro, ein Einbruch von 69 Prozent binnen Jahresfrist. Analysten hatten im Schnitt mit 401 Millionen Euro gerechnet. Zahlen zum bereinigten Betriebsgewinn und zum Umsatz hatte BASF bereits veröffentlicht. Demnach kam der Konzern im Zeitraum Juli bis September auf ein Betriebsergebnis (Ebit) vor Sondereinflüssen - wie etwa Restrukturierungen - von 1,25 Milliarden Euro. Binnen Jahresfrist ist das ein kräftiges Minus von 20 Prozent, im Vergleich zum zweiten Quartal aber ein Anstieg von mehr als neun Prozent.

Alle Unternehmensbereiche hätten im dritten Quartal ein positives Ergebnis erzielt, teilte BASF mit. Das Ludwigshafener Unternehmen setzte insgesamt 12,8 Milliarden Euro um und damit zwei Prozent mehr als im zweiten Quartal. Binnen Jahresfrist ergab sich ein Minus von 19 Prozent.

POSITIVE IMPULSE AUS ASIEN

BASF zufolge ist der Lagerabbau bei den Chemiekunden weltweit vorerst beendet. Deshalb werde wieder mehr nachgefragt. "Positive Impulse kommen aus Asien, insbesondere aus China, und Teilen Südamerikas", führte Hambrecht aus. Weiterhin schwach bleibe das Geschäft dagegen in Europa und Nordamerika.

Mit der Integration des Schweizer Spezialchemiekonzerns Ciba kommt der Konzern nach eigenen Angaben schneller voran als gedacht. Damit fallen aber bereits dieses Jahr mehr Kosten an. Für 2009 rechnet BASF deshalb mit einer Ergebnisbelastung von mehr als 800 Millionen Euro. Davon sollen voraussichtlich rund 700 Millionen Euro als Sondereinflüsse verbucht werden.

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