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Tarifverdienste steigen trotz Wirtschaftskrise deutlich



28. Oktober 2009, 20:29 CET

Trotz der schweren Wirtschaftskrise ist die Kaufkraft vieler Arbeitnehmer deutlich gestiegen.

Die monatlichen Tarifverdienste lagen im Juli um durchschnittlich 3,0 Prozent höher als ein Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte. Da gleichzeitig die Verbraucherpreise um 0,5 Prozent fielen, blieben den Beschäftigten real 3,5 Prozent mehr in der Tasche.

"Allerdings profitieren aufgrund von Kurzarbeit, der Kürzung von Sonderzahlungen, aber auch der vorübergehenden Aussetzung von Tarifsteigerungen durch Öffnungsklauseln nicht alle Beschäftigten in vollem Umfang von den vereinbarten Tariferhöhungen", hieß es einschränkend.

Das größte Lohnplus gab es für die Beschäftigten des Produzierenden Gewerbes mit durchschnittlich 3,5 Prozent. Das ist den vergleichsweise hohen Tarifabschlüssen in der Chemieindustrie von 3,4 Prozent sowie in der Metallindustrie zu verdanken, wo die Verdienste im Februar und Mai um jeweils 2,1 Prozent stiegen.

Im Dienstleistungssektor kletterten die Gehälter um 2,6 Prozent. Das Gefälle in den einzelnen Branchen ist allerdings groß: Die Spannbreite reichte von einem Plus von 0,9 Prozent im Handel bis zu einem Anstieg von 3,1 Prozent in der öffentlichen Verwaltung.

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