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Fed unter Feuer - Eliot Spitzer nimmt kein Blatt vor den Mund



27. Juli 2009, 14:20 CET

Manchmal geschehen in den USA unfassbare Dinge. Das, was das Federal Reserve System, Fed, bisher geleistet hat, gehört sicherlich dazu. Die Fed verteilt Billionen und schweigt sich über die Empfänger aus. Darüber hinaus ist das gesamte Handeln der Fed von einem großen Geheimnis umgeben, welches in den USA mehr und mehr zum Ärgernis wird.

Nun klagt der ehemalige US-General-Staatsanwalt Eliot Spitzer die Fed selbst an und wirft der US-Notenbank öffentlich im Fernsehen vor, dass sie ein Ponzi-Schema betreibe, Insiderjobs mache und abscheulich sei. Wörtlich sagte Spitzer in einer Fernsehsendung von MSNBC: "Es ist Zeit, dass der Kongress sagt 'Schluss damit'".

Spitzer führte weiter aus, dass die US-Notenbank eine Bubble nach der anderen erzeuge und dass sie endlich dafür zur Verantwortung gezogen werden müsse.

Diese Meinung äußerte Spitzer zur besten Sendezeit in einer Fernsehsendung, in der es darum ging, einer breiten Masse von Zuschauern verständlich zu machen, wie es zu der Finanzkrise kam und welche Rolle die Fed dabei spielte.

Alle Beteiligten der Sendung nahmen sich "kein Blatt vor den Mund" und erklärten Millionen von verblüfften Zuschauern, dass die Fed und ihr illegales, undurchschaubares Handeln praktisch für die Finanzkrise verantwortlich sei.

Damit rückt der ehemalige Gouverneur von New York und Ex-General-Staatsanwalt Elitot Spitzer wieder in das Rampenlicht der Öffentlichkeit.

Spitzer war früher für seine Gnadenlosigkeit bei der Verfolgung von Wirtschaftsdelikten bekannt, bevor er in eine Prostituierten-Affäre verwickelt wurde und zurücktrat.

Er galt als der "Sheriff der Wall Street", der auch nicht davor zurückschreckte, sich mit den "ganzen Großen" in der Wirtschaft anzulegen. Zu seinen Highlights gehörten u.a.:

* 2002 Wertpapierhandel-Affäre zwischen Investmentbanken und Brokern beim Angebot emittierter Papiere an einflussreiche Manager, was allgemeiner Missstand in Manhattan war, in Folge dessen mussten die Firmen Bear Stearns, Credit Suisse First Boston, Deutsche Bank, Goldman Sachs, JP Morgan Chase, Lehman Brothers, Merrill Lynch, Morgan Stanley, Salomon Smith Barney, UBS Warburg eine Summe von 1,4 Mrd. USD in Kompensationen und Strafen zahlen.

* 2004 Anklage gegen den Vorsitzenden der New Yorker Börse NYSE Richard A. Grasso für Amtsmissbrauch und den Empfang einer maßlosen Abfindung.

* 2005 Ermittlungen gegen Sony BMG wegen des Einsatzes des XCP-Kopierschutzverfahrens. Bereits zuvor hatte Spitzer sowohl gegen Sony BMG und die Warner Music Group Ermittlungen wegen der Bestechung von Radiosendern durchgeführt.

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Kommentare
1.
Jul 27, 2009 8:38am

Die Fed wird weiterhin schweigen und Bilionen verteilen. Dort will auch keiner den Gau einleiten der schon seit 6/03 überfällig ist.
2.
Aug 1, 2009 11:56am

Die Amerikaner sind selber schuld, wenn sie eine Notenbank haben, die niemandem Rechenschaft schuldig ist. Die FED ist eine private Bank, die nicht unbedingt die gleichen Ziele haben muss wie das Parlament. So trifft sie halt ihre eigenen Entscheidungen. Wer soll es ihr verübeln? Das Parlament muss entlich einen radikalen Schritt machen und die FED verstaatlichen.

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