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Ron Paul: Fed trägt Hauptschuld an Wirtschaftskrise



19. März 2009, 21:41 CET

Der langjährige US-Kongressabgeordnete Ron Paul kritisiert die Federal Reserve bereits seit vielen Jahren und ist bekannt dafür, ebenso wie für seine Kritik an der verschwenderischen Verschuldungspolitik der US-Regierung. In seinem jüngsten Fernsehkommentar lautet denn auch die erste Frage an ihn, warum die private US-Notenbank Fed seiner Meinung nach überflüssig sei. Ron Paul verweist auf die verschiedenen Rezessionen und Depressionen, die es nicht trotz sondern wegen der Fed gegeben habe, und zitiert die Tatsache, dass der US-Dollar seit Gründung der Fed 1913 über 98 Prozent an Wert verloren habe. Außerdem sei eine der Hauptfunktionen der Fed, das korrekte Festlegen des Leitzinses, unmöglich umzusetzen, denn den korrekten Wert könne ja niemand wissen, auch die Leute der Fed nicht. Aber statt zuzugeben, dass die ihr vom Kongress zugewiesene Aufgabe unmöglich umzusetzen ist, wolle die Fed ihren Einfluss noch ausdehnen und zum zentralen Wirtschaftssteuerungsorgan werden.

Was sei denn dann die Alternative? Der freie Markt natürlich, antwortet Ron Paul. Man solle Geld sparen, statt es zu drucken. Kapital entsteht durch Sparen, es kommt nicht aus der Notenpresse. Es habe einmal eine Zeit ohne Zentralbanken gegeben, denn vor 1913 habe es die Fed noch nicht gegeben. Der Markt sei ohne Bevormundung von Notenbanken und Regierung besser in der Lage, die Währung zu verwalten. Es sei vielmehr absurd, dass die Notenbanken Geld aus dem Nichts erschaffen und dadurch Finanzblasen, Spekulationsorgien und Krisen erst verursachen.

Wenn eine zentrale Organisation die Währung als zentrales Mittel aller wirtschaftlichen Transaktionen steuere, dann sei dadurch laut Ron Paul auch die Hälfte jeder Transaktion kontrolliert - und damit sei auch bereits die halbe Strecke in den Sozialismus beschritten. Und das jetzige Verstaatlichen ganzer Wirtschaftszweige ginge nun noch einen Schritt weiter. Wieso sollte man den Wohnungsbau fördern und stimulieren, durch den Aufkauf von Hypotheken, wenn die Preise zu hoch sind und derzeit 19 Millionen Häuser leerstehen? Das mache absolut keinen Sinn. Für jeden, der an Freiheit interessiert ist, sei zentrale Planwirtschaft etwas Schlechtes.

Auf die Frage, ob im Zuge der Bonus-Affäre bei AIG rechtliche Schritte ergriffen werden sollten antwortet Ron Paul, dass man eher die Kongressabgeordneten verklagen solle, die den Bailout von AIG zugelassen haben. Hätte man AIG nicht fast 200 Milliarden Dollar Steuergelder gegeben so wären auch keine Boni davon ausbezahlt worden. Jetzt sei es allerdings zuspät, man könne das Geld nie mehr zurück bekommen. Er hoffe nur, dass die Bevölkerung nun endlich aufwache, und solche Interventionen in Zukunft nie mehr zulassen werde.

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