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Gold, Euro gehen nach Fed-Ankündigung durch die Decke!



18. März 2009, 21:35 CET

Nachdem die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) die Entscheidung verkündete, für über 1,1 Billionen Dollar Schuldtitel der Regierung und Hypothekenpapiere aufzukaufen, explodierten die Kurse von Gold und Euro gegenüber dem US-Dollar, bzw. der Dollar brach ein. Der Goldpreis sprang um 19 Uhr unserer Zeit in nur wenigen Minuten um enorme 40 Dollar von 890 Dollar auf über 930 Dollar. Noch krasser der Euro, der von 1,31 auf 1,345 Dollar um massive 2,7 Prozent zulegte. Der Grund für dieses glasklare Misstrauensvotum der Märkte, oder besser Flucht aus dem Dollar, liegt auf der Hand, denn heute wurde von der Fed offiziell der Startschuss für die großangelegte Monetarisierung der US-Verschuldung, also eine direkte und massive Ausweitung der Geldmenge, gegeben.


Federal Reserve
Federal Reserve in Washington geht beim Kampf um die Inflation in Führung.

Es werden für 300 Milliarden Dollar US-Staatsanleihen, und für bis zu 750 Milliarden Dollar sogenannte MBS (mortgage-backed securities) der staatlichen Hypothekengesellschaften gekauft, mittels einer entsprechenden Bilanz- und ergo Geldmengenausweitung der Fed. Und über die bereits bestehende "Term Asset-Backed Securities Loan Facility" (TALF) sollen ab jetzt noch mehr verschiedene Schuldpapiere, wie z.B. verbriefte Kreditkartenschulden, gegen liquide Mittel entgegen genommen werden.

Der geldpolitische Ausschuss (FOMC) der Fed beließ nach zweitätigen Beratungen den US-Leitzins erwartungsgemäß bei einer Spanne von 0 bis 0,25 Prozent. Mit ihren Maßnahmen hatte die Fed bereits 2008 mehr als eine Billionen an direkten Krediten in die Wirtschaft gepumpt, und dadurch ihre eigene Bilanz beispiellos aufgebläht. Die 300 Milliarden für langlaufende Treasuries sollen innerhalb der nächsten 6 Monaten ausgegeben werden.

Der Euro steigt am Mittwoch insgesamt um über 3 Prozent an, und Gold notiert bei 940 Dollar, nachdem vor der Fed-Entscheidung noch große Verkäufe stattfanden und den Goldpreis an der COMEX unter die 900er Marke bis auf 890 Dollar drückten. Von dort startete dann der Kurssprung bei Gold um 4,5 Prozent, der in dieser Heftigkeit Parallelen sucht und auf jedenfall als signifikantes Ereignis in der geldpolitischen Sphäre angesehen werden muss.

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