3 2, 2010 10:30 PM

GM steckt mehr Geld in Opel - Weniger Staatshilfe nötig

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GM steckt mehr Geld in Opel - Weniger Staatshilfe nötig

General Motors geht im Werben um Staatshilfen für Opel in die Offensive und will selbst deutlich mehr in die Sanierung seiner Europatochter investieren.

Der US-Konzern wolle sich nun mit einer Finanzspritze von 1,9 Milliarden statt der bislang angekündigten 600 Millionen Euro am Umbau von Opel beteiligen, teilte der Rüsselsheimer Autobauer am Dienstag mit. Die Mittel sollen sowohl als Eigenkapital als auch in Form von Krediten fließen. Damit kommt der US-Konzern Forderungen von Bund und Ländern nach, die auf einen größeren Eigenbeitrag von GM gedrungen hatten.

Gleichzeitig verringert sich der Bedarf an Staatshilfen aus ganz Europa auf rund 1,8 Milliarden Euro von bislang beantragten 2,7 Milliarden Euro. Opel habe dies bereits den Regierungen auf Bundes- und Landesebene und der EU-Kommission mitgeteilt. "Jetzt hoffen wir, dass dieses Signal als ein wichtiger Meilenstein in unserem Bemühen gesehen wird, mit Hilfe von Bürgschaften die noch verbleibende Finanzierungslücke überbrücken zu können", sagte Opel-Chef Nick Reilly.

Bislang hatte sich vor allem die Bundesregierung sehr zurückhaltend bei Bürgschaften für Opel gezeigt. Sie hatte erklärt, GM habe beschlossen, Opel nicht zu verkaufen und müsse sich deshalb auch selbst um die Finanzierung der Tochter kümmern. Mit dem höheren Eigenbeitrag dürften die Chancen auf Staatshilfen nun besser stehen.

Die Gefahr einer Opel-Pleite sieht GM mit der Finanzspritze für die kommenden Monate gebannt. Mit der Zusage seien "alle potenziellen Liquiditätsrisiken während der Restrukturierung in diesem Jahr ausgeräumt", hieß es. Insgesamt veranschlagt GM für die Sanierung von Opel wegen des schwierigen Marktumfelds nun 3,7 Milliarden Euro statt 3,3 Milliarden Euro.

GM-VERWALTUNGSRAT BILLIGT FINANZSPRITZE

Die höheren Investitionen von GM wurden zuvor auch vom Verwaltungsrat gebilligt. "Das ist ein klares Bekenntnis zum europäischen Geschäft, das für GM von entscheidender Bedeutung ist", sagte GM-Chef Ed Whitacre. Damit wolle das Unternehmen auch bei den europäischen Regierungen "Vertrauen und Zuversicht in die Zukunft von Opel schaffen." Reuters hatte am Montag von einer mit der Situation vertrauten Person erfahren, dass der GM-Verwaltungsrat über eine Aufstockung des Sanierungsbeitrags für Opel beraten will. GM selbst wird nach der Insolvenz im vergangenen Jahr mit milliardenschweren Hilfen der US-Regierung am Leben erhalten.

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