10 4, 2009 9:15 AM
Kreise: Time will mit Konkurrenten Online-Kiosk aufbauen
Kreise: Time will mit Konkurrenten Online-Kiosk aufbauen
Die unter Anzeigenschwund leidenden US-Zeitschriftenverlage setzten offenbar auf einen gemeinsamen Online-Kiosk.
Unter der Führung von Time Warner wollten die Konzerne ab dem kommenden Jahr ihre Titel für digitale Lesegeräte anbieten, sagte eine mit den Plänen für das Joint Venture vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters. Der Mutterkonzern der Zeitschriften "Time", "People" und "Fortune" habe sich an große heimische Konkurrenten wie Conde Nast und Hearst gewandt.
Mit dem Internet-Kiosk wollten die Verleger Kunden erreichen, die verstärkt Lesegeräte für elektronische Bücher wie das Kindle von Amazon nutzten, hieß es weiter. Zudem versprächen sich die Zeitschriften-Konzerne Einnahmen im Internet, was sich in den mehr als zehn Jahren der Online-Präsenz bisher als nahezu unmöglich erwiesen hat. Die Anzeigenflaute im Print-Bereich hat einige Verlage bereits in den Ruin getrieben und die Existenz anderer infrage gestellt. Im Februar hatte Conde Nast die deutsche Ausgabe seines Gesellschaftsmagazins "Vanity Fair" nach zwei Jahren wieder eingestellt. Auch deutsche Verlage wie die Bertelsmann-Tochter Gruner+Jahr, Springer und Burda haben mit Rückgängen im Printbereich zu kämpfen.

